1. Korsika mit Familie – unser Urlaub an der Ostküste
Dieses Jahr durfte Kroatien einmal Pause machen. Wir verbringen dort regelmäßig unseren Sommerurlaub, hatten diesmal aber Lust auf etwas Neues. Und so machten wir uns mit unseren beiden Kindern – mittlerweile 12 und 15 Jahre alt – mit dem Auto auf den Weg nach Korsika. Tatsächlich sind beide bis heute noch nie geflogen.
Die Reise selbst wurde dabei schon Teil des Urlaubs. Von Wien ging es zunächst nach Bologna und danach für zwei Tage weiter nach Livorno. Dort gab es den ersten Strandbesuch und einen Ausflug nach Venezia Nuova, dem „Neuen Venedig“ Livornos mit seinen Kanälen und Brücken. Eine wirklich schöne Entdeckung und auch mit größeren Kindern einen Ausflug wert.
Von Livorno nahmen wir schließlich die Fähre nach Bastia. Statt einer Nachtfähre entschieden wir uns für die etwa vier- bis fünfstündige Überfahrt tagsüber – und würden es wieder so machen. Restaurants, Cafés, Shops, viel Platz zum Herumlaufen und dazwischen immer wieder hinaus aufs Meer schauen: ein bisschen Kreuzfahrt-Feeling, bevor Korsika überhaupt in Sicht war. Die Kinder liebten es.
Angekommen an der Ostküste

Von Bastia führte unsere Reise weiter nach Ghisonaccia an die Ostküste – und damit zu langen Sandstränden, relativ flachen Zugängen zum Meer und ziemlich glücklichen Kindern.
Tauchen, schwimmen, am Strand liegen. Mehr brauchten unsere beiden eigentlich nicht. Wir haben es deshalb deutlich seltener vom Strand weggeschafft als ursprünglich gedacht😅. Anschließend erklärten sie uns auch gleich, dass sie künftig gerne immer die Auswahl unserer Urlaubsziele übernehmen würden….
Ich wiederum hatte auf Korsika einen kleinen „Heim-Vorteil“: Ich spreche fließend Französisch und fühlte mich damit sofort pudelwohl. Meer, französische Sprache und diese unglaubliche Natur – Korsika hatte mich ziemlich schnell.
Unser Zuhause direkt am Meer
Gewohnt haben wir in einer Campinganlage direkt am Strand, die ich euch hier verlinke – unbezahlt und einfach, weil wir sie wirklich empfehlen können.
Unser Mobilheim war mit etwa 35 bis 40 Quadratmetern nicht riesig, hatte dafür aber eine große Terrasse und ein kleines Stück Garten. Zwei Katzen gehörten offenbar ebenfalls zur Ausstattung und schauten regelmäßig vorbei. Alles war sauber, klimatisiert und für uns vier mehr als ausreichend. Meine Kinder trugen ohnehin gefühlt öfter Schwimmflossen als Schuhe…..
Pool, Restaurant, Bar, Sport, Kinderprogramm, Poolpartys und eine Bühne mit Abendprogramm sorgten dafür, dass dort auch abseits des Meeres einiges los war. Besonders schön war die internationale Mischung: Unsere Kinder fanden schnell Anschluss und spielten mit Kindern aus den unterschiedlichsten Ländern.
Sand zwischen den Zehen
Der Strand direkt vor unserer Anlage war ein natürlicher Sandstrand mit angenehm flachem Zugang zum Meer. Seeigel haben wir dort keinen einzigen entdeckt, weshalb wir meistens ohne Badeschuhe unterwegs waren – das ist natürlich eine Entscheidung, die jeder selbst treffen muss.
Zum Schnorcheln bieten felsige Küsten vermutlich mehr, Fische gab es trotzdem zu sehen. Und wenn die Wellen kamen, war ohnehin niemand mehr aus dem Wasser zu bekommen.
Nur wenige Auto- oder Fahrradminuten entfernt entdeckten wir außerdem Strände, die beinahe menschenleer waren <3. Fahrräder konnte man übrigens auch direkt in der Anlage ausleihen.
Einmal hatten wir tatsächlich auch einen ganzen Strand für uns allein. Kein Mensch weit und breit.
Und spätestens da war klar: Korsika war eine ziemlich gute Idee.
Einmal weg vom Strand – Korsikas Bergdörfer

Ganz vom Strand weggekommen sind wir aber dann doch, und zwar einmal :). Für einen Tagesausflug fuhren wir hinauf in die Berge und besuchten zwei der kleinen Bergdörfer, die dort teilweise spektakulär an den Hängen und Bergspitzen liegen.
Je höher man fährt, desto mehr verändert sich Korsika. Plötzlich ist das Meer weit unten, die Straßen schlängeln sich durch die Berge und manche der kleinen Orte liegen so hoch, dass man sich gefühlt mitten in den Wolken wiederfindet. Wunderschön!
Für ein bis zwei Tagesausflüge würde ich die korsischen Bergdörfer unbedingt einplanen. Wer zwei Wochen auf der Insel verbringt und gerne etwas mehr entdeckt, kann dafür meiner Meinung nach sogar noch mehr Zeit reservieren. Es wäre fast schade, bei all den traumhaften Stränden zu vergessen, wie unglaublich schön auch das Landesinnere ist.
2. Was wir am Strand wirklich gebraucht haben
Da unsere Kinder das Meer auf Korsika so geliebt haben, haben wir einen ziemlich großen Teil unseres Urlaubs tatsächlich am Strand verbracht. Und nach einigen Tagen kristallisiert sich dann recht schnell heraus, was man wirklich braucht – und was man getrost im Ferienhäuschen lassen kann.
Unser absolutes Essential war eine Luftmatratze für die Wellen. Besonders praktisch fanden wir Modelle mit Netz oder „Löchern„: Sie sind schnell aufgeblasen, man liegt halb im Wasser und bei Wellengang macht das Ganze gleich doppelt Spaß.
Ebenfalls ständig im Einsatz waren unsere Schwimmbrillen mit Klickverschluss am Hinterkopf, die ich euch hier verlinke. Ich finde dieses System genial, weil man die Brille nicht über den Kopf ziehen muss. Gerade auch für kleinere Kinder ist das superpraktisch.
Natürlich waren auch Sonnenschirm, Sonnencreme und Sonnenhut bzw. Kappe tägliche Begleiter. Die Sonne auf Korsika sollte man definitiv nicht unterschätzen – wir haben jedenfalls Unmengen an Sonnencreme verbraucht.
Was wir beim nächsten Urlaub zusätzlich mitnehmen werden, ist ein Sonnensegel, das mit Sand beschwert wird. Wir haben solche Modelle am Strand immer wieder gesehen und waren ziemlich begeistert. Ein Beispielbild zeige ich euch hier – unseres befindet sich aktuell noch im Warenkorb. 😅

Für Strand und Gepäck lieben wir außerdem Dinge, die möglichst wenig Platz brauchen: eine riesige, leichte Baumwoll-Strandtasche, in die einfach alles hineinfliegt, große Baumwolltücher zum Draufliegen und Abtrocknen sowie alternativ Mikrofaserhandtücher, die klein, leicht und unglaublich schnell wieder trocken sind.
Und: Wasser, Wasser, Wasser. Der große Stanley Cup, den sich meine Tochter zu Weihnachten gewünscht hatte, hat sich im Urlaub überraschenderweise als eines unserer praktischsten Dinge entpuppt. Ich war anfangs nicht restlos davon überzeugt – nach Korsika sind wir es alle. Das Wasser blieb lange kalt und der Becher kommt definitiv wieder mit.
Auch Insektenspray gehört für uns ins Gepäck. Für den Fall der Fälle hatten wir außerdem Insektengel, unsere heiß geliebten Gitterpflaster und einen kleinen elektronischen Stichheiler, der die betroffene Stelle kurz erwärmt und dadurch den Juckreiz lindern kann.
Badeschuhe hatten wir ebenfalls dabei, an unserem Sandstrand allerdings kaum in Verwendung. Flipflops dafür umso mehr.
Unterm Strich war unsere Strand-Ausrüstung also erstaunlich simpel: Schatten, Sonnenschutz, viel kaltes Wasser, ein paar leichte Tücher – und irgendetwas, mit dem man sich in die nächste Welle werfen kann.
3. Was Korsikas Natur hergibt – meine kreativen Ideen
Während meine Kinder gefühlt stundenlang im Meer tauchten und planschten, wurde mir als Kreativbloggerin dann doch manchmal ein kleines bisschen langweilig. Aber zum Glück ist Korsika vermutlich einer der denkbar schlechtesten Orte, um sich tatsächlich zu langweilen – denn die Natur dort gibt unglaublich viel her. Also machte ich mich auf die Suche nach kreativem Naturmaterial.
Muscheln findet man natürlich jede Menge. Einige wenige – ungefähr 15 Stück – durften als Urlaubserinnerung mit nach Hause und wurden direkt mit Acrylstiften bemalt. Daraus sollen später vielleicht noch Magnete werden. Grundsätzlich gilt für mich aber gerade bei Muscheln: lieber zurückhaltend sammeln, niemals bewohnte Muscheln mitnehmen und unbedingt die jeweiligen lokalen Regeln beachten. Schließlich sind auch leere Schalen Teil des natürlichen Ökosystems.

Fast noch mehr begeistert haben mich die unzähligen Eukalyptusblätter, die bei uns rund um Ghisonaccia überall herumlagen. Sie riechen wunderbar und haben eine wunderschöne Maserung. Eines davon wurde noch auf Korsika mit Acrylstiften zu einem kleinen Faultier – und aus den restlichen Blättern werden zu Hause bestimmt noch ein paar kleine Gespenster für Halloween.

Und dann lagen da diese seltsamen, faserigen Pflanzenteile am Strand, die für mich einfach sofort wie kleine Igel aussahen. 😄 Eine erste Idee habe ich digital ausprobiert; gesammelt und mit etwas Papier ergänzt könnte daraus ein richtig süßes Natur-DIY werden.

Bei meinen Spaziergängen kamen außerdem Hasenschwänzchen und andere Gräser, riesige Pinienzapfen, Schwemmholz und jede Menge heruntergefallene Blätter dazu. Aus einem dreistündigen Spaziergang wurde so ziemlich schnell eine kleine Schatzsuche – und meine Hände waren am Ende natürlich voll.

Eigentlich ist genau das eine Sache, die ich an Urlauben besonders liebe: Man braucht kein Bastelgeschäft und oft nicht einmal einen Plan. Man muss nur ein bisschen genauer hinschauen.
Die Natur liefert die Ideen meistens gleich mit.
Unser Fazit: Würden wir wieder nach Korsika fahren?
Ganz eindeutig: Ja.
Ich kann Korsika als Reiseziel mit Familie wirklich durch und durch empfehlen. Für uns war eigentlich schon die Anreise ein kleines Abenteuer: Bologna, zwei Tage Livorno, die Überfahrt mit der Fähre und schließlich die Fahrt von Bastia entlang der Ostküste. Natürlich könnte man auch einfach nach Korsika fliegen – aber für uns gehörte die Reise mit Auto und Fähre irgendwie schon zum Urlaub dazu.
Und dann war da natürlich Korsika selbst: diese unglaublichen Strände, das Meer, die Berge, die kleinen Dörfer und eine Natur, bei der ich gefühlt alle paar Meter stehen bleiben und irgendetwas aufsammeln wollte.
Nicht zu vergessen: das Essen. Während meine Kinder sich mit erstaunlicher Ausdauer durch Crêpes futterten, gibt es natürlich noch so viel mehr zu entdecken – französische und korsische Küche, kleine Restaurants, Cafés und jede Menge Dinge, die man zumindest einmal probieren sollte.
Und für mich persönlich kam noch etwas dazu: Französisch zu sprechen, gehört für mich einfach zu Frankreich dazu und sorgt dafür, dass ich mich dort sofort ein kleines bisschen zu Hause fühle.
Strand für die Kinder, Natur und Kreativität für mich, gutes Essen für uns alle – und schon die Anreise ein Abenteuer. Korsika, wir kommen ziemlich sicher wieder.
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